Die Bergkönigin blüht!

Auf unseren Bergwiesen oberhalb 750 Meter steht sie nun in voller Blütenpracht - die Arnika.

Die Arnika (Arnica montana) kennen viele nur in Salbentuben aus der Apotheke. Sie ist eine unserer bekanntesten Heilpflanzen und hat sich in der Behandlung von Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen und weiteren Problemen des Bewegungsapparates seit Jahrhunderten bestens bewährt. In der freien Natur ist sie außerhalb der Alpen recht selten geworden, denn wo hat es in unseren Mittelgebirgen noch weiträumige Bergwiesen und -weiden? Da sind Sie bei uns im Münstertal gerade richtig gelandet. Gerade auf dem Stohren unterhalb des Schauinsland finden sich an zahlreichen Stellen entlang der Wanderwege nun Möglichkeiten, diese prächtige Königin der Bergweiden in voller Blüte zu bewundern. Unsere Bilder entstanden nicht weit vom wieder eröffneten Gasthof Giesshübel entlang des Wanderwegs zur Trudpertstele von Franz Gutmann. Folgen Sie hierzu ab Giesshübel dem Wanderweg in Richtung Staufen (Etzenbacher Höhenweg), um noch vor dem Stutz nach links in Richtung Harzloch/Spielweg abzubiegen. Die blumenbunten Bergwiesen des Stohremer Köpfles begleiten Sie bis zu den Arnikas.

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Bitte eines beachten: Die Arnika steht unter strengem Artenschutz - bitte keinesfalls abpflücken oder gar auf die Idee kommen, sie auszugraben! Jede gut sortierte Staudengärtnerei wird Ihnen an Hausgärten angepasste Arnikas präsentieren können. Und die wertvolle Salbe stammt auch nicht von Wildsammlungen. Also: Nur gucken, nicht anfassen ;-)

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Es lohnt sich übrigens einmal zu beobachten, wer sonst noch die auffälligen Blüten besucht. Hier zum Beispiel tut sich eine Schwebfliege gütlich, aber auch kleine Wildbienen oder dunkle Mohrenfalter sind häufig anzutreffen. Ein winzig kleiner Blattkäfer setzt dann immer mehr den Fahnenblüten zu - mit fortschreitender Blühzeit sind diese oft an vielen Seiten angefressen. So ist das in der Natur: Auch die Königin wird von allen Seiten angenagt...

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