Regent
Unter den Rotweinsorten nimmt der Regent eine Sonderstellung ein: Einerseits handelt es sich um eine Neuzüchtung, die erst 1995 den Sortenstatus erhalten hat, weswegen es noch keine alten Regent-Anlagen im Markgräflerland geben kann.
Andererseits hat sie sich sehr rasch weltweit durchgesetzt und besetzt heute nach dem Spätburgunder die größten Flächenanteile roter Rebsorten in Südbaden.
Das Erfolgsrezept dieser lockerbeerigen Rebsorte liegt in zwei bemerkenswerten Eigenschaften: Der Regent ist weitgehend resistent gegenüber den häufigsten Pilzerkrankungen. Der Regent gehört zu den sogenannten Färberreben mit einem intensiv rot gefärbten Saft, wodurch sich die heikle Prozedur der Maischegärung grundsätzlich erübrigt.
Geschmacklich konnten bislang aber sortenreine Weine dieser Traube noch nicht überzeugen. Sie kommt daher bevorzugt als Mischungspartner des Spätburgunders in Cuvées zum Einsatz (Cuvée = Mischung verschiedener Traubensorten zur Erstellung eines Weins). Hier verhilft sie der eher säurebetonten Spätburgundertraube zu einer fülligen, „mediterranen“ Note und der dazu passenden tiefroten Farbe.
Äußere Merkmale
Austrieb: Offene Triebspitze, wenig oder locker behaart
Blatt: oft tief gebuchtet, mittelgroß, dreilappig, Blattrand stumpf gezähnt
Traube: satt blauschwarze, mittelgroße Beere, lockerbeerig, Traube mittelgroß

