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Der Weißburgunder, der Chardonnay und der Auxerrois

Die Burgunderfamilie ist in Südbaden praktisch vollzählig vertreten. Unter den weißen Burgunderreben hat sich in der jüngeren Vergangenheit neben dem bereits im 14. Jahrhundert bekannten Weißburgunder auch der Chardonnay und der Auxerrois durchgesetzt.

Sie ersetzen auf den kalkhaltigen Böden der Vorbergzone den Riesling als hochwertigste Weißweinsorte. Allgemein gelten Sie als natürlich Abkömmlinge oder Mutationen des Blauen Spätburgunders, wobei beim Chardonnay und Auxerrois eine natürliche Kreuzung mit einem anderen Sortenschwarm (Heunisch) angenommen wird.

Geschmacklich erinnert der Weißburgunder am stärksten an einen Riesling: kräftige Säure, oft stahlige Aromen, dennoch häufig ausgeprägte Fruchttöne (Ananas!). Der Auxerrois besitzt dagegen meist deutlich weniger Säure, während der Chardonnay gar zur Wuchtigkeit neigt und die stofflich reichsten Weißweine im Markgräflerland produziert.

Äußere Merkmale

Austrieb: Offene Triebspitze, stark weißlich behaart

Blatt: rundlich, oft weniger tief gelappt, in der Regel dreilappig, selten fünflappig, ledrige Blattoberfläche, stumpf gezähnt

Traube: Beeren grün-gelb, kleine bis mittelgroße Traube, dichtbeerig